Zukunftsinitiative Mittelstand
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Was bewirkt Basel II im Mittelstand ?

Durch das sogenannte Rating werden die Gewinn- und Verlustchancen eines Unternehmens bewertet. Anhand des Ratings bestimmen dann die Banken, ob und für welchen Zinssatz ein Kredit vergeben wird. Als gerecht erscheint, dass risikoreiche Unternehmen auch einen höhreren Zins zahlen. Aber das Rating bewirkt auch, dass alleine Zugehörigkeiten zu risiko- oder insolvenzreichen Marksegmenten wie z.B. Einzelhandel oder New Economy die Zinsen erhöht.

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass dabei eine Spreizung der Zinssätze von etwa 5% zu erwarten ist.

Während die Deutsche Industrie- und Handelskammer (www.dihk.de) davon ausgeht, dass sich die Zinssätze reduzieren lassen, befürchten wir eine breite Zinserhöhung für den Mittelstand. Ein durchschnittlicher mittelständischer Unternehmer dürfte wohl kaum mit dem höchsten Rating, einem "Tripple A" rechnen. Denn je kleiner ein Unternehmen, desto höher steht der Risikofaktor Mensch auf der Negativliste des Ratings. Während große Unternehmen hier mehr oder weniger aufwendig "Umstrukturieren" können, bleibt dies kleineren Unternehmen aus personellen Gründen auf immer verstellt.

Wir sind uns hier mit Analysen von Marktforschern einig: Das Rating bevorzugt größere Unternehmen und benachteiligt kleinere.

Man nennt es Marktbereinigung

Die direkte Folge des Ratings ist ein Marktvorteil für die Großen. Kleinere Gewerbe müssen den teuren Kredit letztendlich im Kaufpreis an ihre Kunden weitergeben und sind damit auf dem Markt benachteiligt. Oder sie können im Innovations - Wettlauf nicht mehr mithalten. An Ideen scheitert es bei Mittelständlern nicht. Aber die Umsetzung immer komplizierterer Produkte kann heute kaum ein Unternehmen mehr ohne Fremdkapital leisten.

Schon jetzt sagen Marktforschungen für 2004 über 10000 Insolvenzen voraus. Viele Kleingewerbe und Mittelständler arbeiten an der Wirtschaftlichkeitsgrenze, d.h., schon kleinere Finanzierungsprobleme lösen eine Insolvenz aus.

Wir müssen Entscheiden...

In einem Land, in dem sich mehr als jeder dritte Arbeitsplatz in einem mittelständischen Unternehmen befindet, wird das spürbare Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Sozialkassen haben. Jeder durch staatliche Subventionen mühsam geschaffene Arbeitsplatz ist sofort in Gefahr, sobald die staatlichen Fördermittel ausbleiben.

Wir fragen hier die Politik: Sind denn Arbeitsplätze in einem so gut wie unprofitablen, aber immerhin sich selbst finanzierenden Unternehmen schlechter als gar keine Arbeitsplätze ? Keiner wünscht das drohende Bankensterben, aber benötigen wir wirklich einen Bankenschutz über alle Ekonomie hinweg ?

Manche Unternehmer jagen dem Profit, andere ihren Visionen hinterher. Wie auch immer, sind sie nicht gleichzeitig auch die über fast 60 Jahre Frieden hinweg bewährtesten Dienstleister unserer Gesellschaft ?

Stand: 01.04.2004
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